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Auf dem Wasser

  • Kanufahren mit Kindern | 5 Tipps, Paddelregionen und was du beachten solltest

    Schweden ist dank seiner 95.000 Seen, unzähligen Flüssen und 2400 km langen Küsten ein Paradies für jeden Wassersportler. Dank des Jedermannsrecht darf man sich nicht nur frei in der Natur, sondern auch frei auf dem Wasser bewegen. Von Südschweden bis Nordschweden gibt es eine große Auswahl an schönen Kanu- und Kajakrouten, die auch für Anfänger geeignet sind. Sogar die Städte Stockholm, Göteborg und Malmö lassen sich auf dem Wasser erkunden.

    Kanufahren für Anfänger

    Unter Kanufahren versteht man im Deutschen das Paddeln mit einem Kanadier-Boot. Dabei ist das Wort ‘Kanu’ eigentlich nur ein Oberbegriff für Paddelboote und kein Bootstyp an sich. Beim Kanufahren wird also zwischen dem typischen Kanadier und dem Kajak unterschieden. Gerade mit kleinen Kindern und für Anfänger empfehle ich das Paddeln in einem Kanadier Kanu, da dies kippstabiler und komfortabler ist. Du hast genügend Platz für dein Gepäck und je nach Größe des Bootes haben mehrere Personen bzw. die ganze Familie Platz. Der Kanadier wird hauptsächlich auf Seen und Flüssen gefahren, da er auf dem Meer oder anderen offenen Gewässer zu windanfällig ist.

    Bei etwas älteren Kindern, die schon schwimmen können macht auch ein Kajak sehr viel Spaß. Kajaks sind etwas schneller und wendiger. Die Kajaks können entweder allein oder zu zweit gefahren werden.

    Was benötige ich zum Kanufahren ?

    Ein Kanu ist eine etwas kostspielige Angelegenheit, sodaß für die ersten Touren lieber eins gemietet werden sollte. Ein eigener Kanadier macht erst Sinn, wenn du die Liebe dafür entdeckt hast. Ein Kanadier kann mit jedem Alter gefahren werden und bei guter Pflege halten sie mehrere Jahrzehnte.

    Je nach Länge deiner Kanutour benötigst du unterschiedliches Gepäck. Da wir Kanutouren gerne nur für einen Tag machen um Abends wieder im eigenen Bett zu schlafen, findest du eine kleine Packliste für ‘Tages-Kanufahrten mit Kindern’.

    Schwimm- und Rettungswesten➝ für jeden einzelnen an Board – vom Baby über’s Kind bis zum Erwachsenen

    • Handy in einer wasserdichten Hülle. Auch in Schweden gilt die Notrufnummer 112.

    • dem Wetter entsprechende Kleidung und Ersatzkleidung in wasserdichten Tüten gepackt

    • leichte Regenbekleidung

    • feste Schuhe

    • ausreichend Getränke und Essen

    Erste Hilfe Set➝

    • Insektenspray

    • Sonnenschutz

    • Kinderentertainment für die Fahrt wie Kescher➝ oder Kinderangeln➝

    Paddelregionen in Schweden

    An der schwedischen Ostküste lockt der Stockholmer Schärengarten mit seinen 30.000 Inseln. Auf vielen Inseln kannst du Kanus und Kajaks ausleihen und hier sogar übernachten. Eine tolle Idee ist auch die Hauptstadt Stockholm vom Wasser aus zu entdecken. Du kannst entweder an einer geführten Kajaktour teilnehmen oder dir einfach ein eigenes Kajak für ein oder zwei Stunden mieten und die Kanäle selbst erkunden.

    Die Region Östergötland mit den Schären Gryt und Sankt Anna sind ebenfalls sehr beliebte Gebiete zum Kajak- und Kanufahren.

    In Westschweden ist die Region Dalsland mit seinem 250 km langen System aus Flüssen, Kanälen und Seen und die Region Värmland sehr beliebt. Wer lieber gerne auf dem Meer fährt, der sollte auf jeden Fall die Küstenregion Bohuslän besuchen. Mit 8000 Inseln aus rosa schimmernden Granit die oft nah beeinander liegen und so gut vor Wind schützen, den flachen Gewässern und den malerischen Fischerdörfern ist es für Paddler ein Paradies.

    Südschweden ist sehr flach und ist mit vielen Gewässern und einer langen Küste gesegnet. Sehr beliebt ist Skånes drittgrößter See mit seinen vielen hundert Inseln. Der See Immeln bietet das perfekte Umfeld für Kanutouren mit Übernachtungen im Zelt.

    Wer es lieber etwas wilder mag, geübter Kanufahrer ist und bereits größere Kinder hat ist in Nordschweden in der Region Lappland gut aufgehoben. Hier fließen die wildesten Flüsse des Landes.

     

    Meine Tipps für's Kanufahren mit Kindern

    #01 Schwimmweste – Rettungsweste

    Die wichtigste Sicherheitsregel für alle Paddler oder Nichtpaddler ist, jederzeit eine Schwimmweste zu tragen. Egal welche Strecke du fährst – ob kurz oder lang, leicht oder schwer. Egal ob du Anfänger oder Profi bist. Zu jeder Grundausstattung gehört eine richtig angezogene Schwimm- bzw. Rettungsweste. Jedoch sollte diese nicht nur von den Kindern getragen werden. Gerade Eltern haben hier eine Vorbild Funktion und es kann einfach immer etwas passieren. Was bei der Auswahl der richtigen Schwimm- bzw. Rettungsweste zu beachten ist, könnt ihr gerne in einem separaten Beitrag➝ nachlesen. 

    #02 Sonnenschutz 

    Wer viel am oder auf dem Wasser ist, weiß wie schnell man sich einen Sonnenbrand holt. Denkt also an ausreichenden Sonnenschutz, denn auch in Schweden ist es in den Sommermonaten sehr heiß und die Sonne brennt.

    #03 Wetter

    Bei jeder Kanutour – ob kurz oder lang empfiehlt es sich vorab das Wetter zu klären und das Wetter auch unterwegs immer im Blick zu halten. In Schweden kann es zu plötzlichen Wetterumschwüngen kommen und gerade bei einem Gewitter muss das Wasser sofort verlassen werden. Generell gilt sowieso, dass es bei schlechtem Wetter ( Wind und Regen ) wenig Spaß macht und Sicherheit immer vor geht.

    #04 Die Strecke

    Die Länge des Ausflugs hängt sehr stark vom Alter des Kindes ab. Als unsere Kinder noch klein waren, haben sie die meiste Zeit im Kanu geschlafen. Da können Kanu-Ausflüge schon mal etwas länger sein. Gerade wenn die Kinder älter werden, benötigen sie längere Pausen und etwas Action. Hier empfiehlt es sich an besonderen Stellen kleine Abenteuer zu erleben wie z.B. an einer kleinen Insel anzulegen und die Umgebung zu erkunden oder unterwegs ein kleines Picknick machen.

    #05 See oder Fluß

    Ob ihr euch für einen See oder einen Fluß entscheiden hängt immer etwas von eurer Erfahrung und eurem Geschmack ab. Ich würde Anfängern eher einen See empfehlen, damit man das Kanu und die Familiendynamik im Kanu erst einmal kennenlernt. Gerade kleinere Seen sind gut vom Wind geschützt und somit einfach zu befahren. Ich würde aber trotzdem immer in der Nähe des Ufers bleiben. Eine Seeüberquerung ist etwas für Fortgeschrittene und der Wind kann hier sehr schnell große Wellen erzeugen. Ein Vorankommen ist dann extrem anstrengend und gerade mit Kindern riskant. 

    Es gibt in Schweden zahlreiche ruhige Flüsse die gut mit dem Kanu entdeckt werden können. Hier empfiehlt es sich vorab im Tourismusbüro Informationen einzuholen. Wenn ihr euch für eine Kanutour auf einem Fluss entscheidet, ist es immer etwas mühsamer. Da ihr natürlich an Punkt A abfährt und an Punkt B ankommt und sich dann immer die Frage stellt, wie man mit Kindern und dem ganzen Gepäck wieder an Punkt A kommt. Hier bietet sich ein Anbieter von Kanutouren an, der einen dann meistens mit dem Auto abholt und an den Ausgangspunkt zurückfährt.

    Falls du dich bereits im Vorfeld eurer Reise etwas in das Thema ‘Kanufahren’ einarbeiten möchtest, empfehle ich folgende Bücher:

    Buchtipps

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     von Jürgen Gerlach

    Kanufahren ist ein leicht zu erlernender Sport und so vielfältig, dass jeder die für ihn passende Art zu paddeln findet. In diesem Buch findest du das nötige Wissen zum Kanu- oder Kajak fahren, zur Fahrtechnik und welche Ausrüstung du benötigst.

     von Björn Nehrhoff von Holderberg

    Hier findest du eine breite Auswahl der schönsten Kanutouren in Südschweden mit detaillierten Kanutouren, einer Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten und Tipps für Sehenswürdigkeiten.

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  • Auf dem Wasser | Meine Empfehlung für Kinder-Rettungswesten

    Rettungswesten für Kinder

    Im Land der Wasserratten

    Schweden gehört mit seinen 96.000 Seen und seinen 3200 km Meeresküste zu den wasserreichsten Ländern Europas. Schweden ist somit das ideale Land für alle Wasserratten. Dank des schwedischen Jedermannsrecht darfst du dich fast überall im, auf oder am Wasser aufhalten und die Gewässer zum Baden, Schwimmen, Kanu- und Kajakfahren, oder jeden anderen Wassersport betreiben. Deshalb ist für einen Urlaub in Schweden eine gute und sichere Rettungsweste für Kinder unabdingbar.

    Unsere Kinder sind seit sie ein paar Wochen alt sind mit uns am und auf dem Wasser. In Schweden ist dies ganz normal und die Kinder wachsen mit Wassersport und den vielen Aktivitäten am und im Wasser auf. Gerade das Thema Sicherheit hat jedoch einen hohen Stellenwert. Und auch wenn die Kinder bereits schwimmen können, kann einfach immer etwas passieren und deshalb ist das Tragen einer Kinder-Rettungsweste ein Muss. Mal abgesehen davon, dass es auch in Schweden die Rettungswestenpflicht auf dem Wasser gibt.

    Ein Mädchen trägt eine Kinder-Rettungsweste am See

    Sicher unterwegs mit der Kinder-Rettungsweste

    Damit du dich für die richtige Kinder-Rettungsweste entscheiden kannst, findest du ein paar Informationen und Tipps zum Kauf einer Rettungsweste und meine persönliche Empfehlung.

    Was sind Rettungswesten ?

    Eine Rettungsweste ist eine Sicherheitsweste, die Schutz vor dem Ertrinken im Wasser bietet. Sie ist nicht mit de Schwimmweste vergleichbar, da die Rettungsweste die ins Wasser gefallene Person eigenständig im Wasser trägt auch wenn die Person nicht schwimmen kann. Rettungswesten die als ohnmachtssicher bezeichnet werden, drehen die Person in die Rückenlage damit der Kopf über Wasser gehalten wird und die Person weiter atmet. Dies ist gerade bei Kindern, die doch nicht oder noch nicht richtig schwimmen können lebenswichtig. Die Rettungsweste ist zusätzlich mit einem großen Kragen ausgestattet, damit vor allem bei Kleinkinder der Kopf über Wasser gehalten wird. Auch Personen die schwimmen können, sollten bei jeder Aktivität am oder auf dem Wasser eine Rettungsweste zur Sicherheit tragen, da es sehr leicht passieren kann, dass man sich irgendwo den Kopf stosst oder man vom schwimmen zu schnell müde wird. Gerade auch als Eltern hat man eine Vorbildfunktion und sollte deshalb ebenfalls eine Rettungsweste tragen.

    Welche Rettungsweste für mein Kind ?

    Es gibt eine Fülle an Anbieter von Rettungswesten für Kinder auf dem Markt. Diese unterscheiden sich nicht nur nach Modellen und Muster, sonder auch ob sie automatisch aufblasbar sind oder nicht. Eine Feststoff-Rettungsweste ist normalerweise in einem eher hässlichen jedoch gut sichtbaren Signal-Orange, sehr robust und langlebig und einem Auftrieb ab 150 Newton. Sie gehört zu den preisgünstigen Rettungswesten und hat den Vorteil, dass Kinder damit nicht nur am, sondern auch im Wasser spielen können, ohne dass die Weste jedes Mal auslöst. Sie ist auch in Schweden die beliebteste Freizeit-Rettungsweste und wird oft auch am Badesee als Schwimmhilfe oder beim Angeln und Krebse fangen auf dem Badesteg eingesetzt.

    Eine automatische Rettungsweste ➝ hat einen höheren Auftrieb als Feststoff-Rettungswesten und der Kopf des Kindes wird sicher vom Schwimmkörper getragen. Sie sind auch, gerade an Bord eines Bootes durch ihre ergonomische Form angenehmer zu tragen, da sie den Kindern mehr Bewegungsfreiheit geben.

    Feststoff-Rettungswesten gibt es bereits für Kinder mit einem Gewicht von 3 – 10 kg und ist deshalb ein beliebter Klassiker für Kleinkinder. Die kleinste Automatik-Rettungsweste gibt es erst für Kinder im Alter von 2,5 – 3 Jahren und einem Gewicht von 15 kg

    Was muss ich bei der Auswahl beachten ?

    Die Rettungs- bzw. Schwimmweste sollte unbedingt in der richtigen Größe gekauft werden. Bei der Auswahl spielt nicht nur das Eigengewicht des Kindes, sondern auch die Passform und die Zubehörteile eine Rolle. Wird die Schwimmweste zu groß gekauft, kann das Kind im schlimmsten Fall beim Über-Bord gehen aus der Rettungsweste rutschen. Wenn die Rettungsweste nicht dem richtigen Gewicht entspricht, hat die Weste im schlimmsten Fall nicht genügend Auftrieb und das Kind wird nicht auf den Rücken gedreht. Eine Faustregel besagt, dass pro 10 kg Körpergewicht mind. 8 Newton Auftrieb erforderlich sind. Rettungswesten für Kinder sollten auf jeden Fall ohnmachtssicher sein, einen breiten Kragen ausweisen und mit einer Signalpfeife, mit Reflektionsstreifen, einem Reißverschluss-Klipp-Schrittgurt und einem Griff am Gurt oder an der Weste ausgestattet sein.

    Wie lege ich die Rettungsweste richtig an ?

    Für einen maximalen Schutz ist es sehr wichtig, dass die Rettungsweste korrekt angelegt wird. Wenn die richtige Größe und der richtige Auftrieb der Rettungsweste gewählt wurde, müssen beim Anziehen der Rettungsweste alle Gurte und Schnallen richtig eingerastet sind. Die Rettungsweste sollte nicht zu fest aber auch nicht zu lose sitzen.

    Meine 6 beliebtesten Rettungswesten

    Die Rettungsweste der bekannten Segelmarke Marinepool ➝ gibt es in unterschiedlichen Größen, wobei die kleinste Größe bereits ab 5 – 10 kg anfängt. Sie hat eine sehr gute Passform, ist nicht zu schwer und unsere Tochter hat sie bereits mit 1,5 Jahren ohne großes Meckern getragen.

    Die Rettungsweste Secumar Bravo Print springt mir sofort ins Auge, da sie zwar auch in der Farbe Signalorange ist aber mit einem niedlichen Delfin-Print zusätzlich dem Auge etwas bietet. Jeder weiß, dass es manchmal etwas Überredungskunst bei den Kindern braucht eine Rettungsweste zu tragen. Mit einem schönen Motiv ist das Kind jedoch wesentlich einfacher zu überzeugen.

    Die Rettungsweste der Marke Baltic wird in drei unterschiedlichen Neon-Farben angeboten. Sie ist neben einem Reflextape und einer Pfeife auch mit einem Bergegriff ausgestattet, damit das Kind einfacher wieder aus dem Wasser gezogen werden kann. Die Rettungsweste für die kleinen Größen ist mit einem Windelhöschen ausgestattet, damit das Kind nicht durchrutschen kann.

    Die Rettungsweste der Hausmarke Tribord von Decathlon ist eine günstige Variante für Familien, die nur im Urlaub eine Rettungsweste benötigen. Die Rettungsweste ist in einem modernen und bewegungsfreundlichem T-Shirt Design und kann somit einfach und leicht angezogen werden. Die Rettungswesten sind ab einer Gewichtsklasse ab 15 kg erhältlich. Diese Rettungsweste wird bei uns gerne im Sommer getragen, da man sie auch ohne Kleidung gut beim Baden einsetzen kann.

    Die Rettungsweste der Marke HonuNautic bietet Rettungswesten in verschiedenen Größen, u.a. auch eine Kleinkinder-Rettungsweste ab einem Gewicht von 3 kg an. Die Rettungsweste für Babies ist in einem leichten Design gestaltet und bietet einen breiten, einstellbaren Schrittgurt, der ein “durchrutschen” verhindert.

    Die Automatikrettungsweste der Marke Secumar ist in unterschiedlichen Größen erhältlich und ist mit einer vollautomatischen Aufblasvorrichtung ausgestattet. Die Rettungsweste wird wie ein Kleidungsstück angezogen und ist durch ihre Leichtigkeit einfach zu tragen und schränkt nicht in der Bewegung ein. Sie ist mit einem Lifebelt ausgestattet. Damit kann das Kind an einem festen Punkt an Bord gesichert werden. Da sich die Rettungsweste bei Kontakt mit Wasser automatisch aufbläst ist sie für längere Schiffstouren geeignet.

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