Durch die Rappenlochschlucht | Wandern in Dornbirn

Es ist so unglaublich schön, nach vielen Jahren endlich mal wieder Heimatboden unter den Füßen zu haben. Auch wenn es nur für einige Tage im Ländle gereicht hat, wurden wir vom spätherbstlichen Wetter geradezu verwöhnt.

Natürlich durfte auf unserem Trip ein kurzer Abstecher in die Rappenlochschlucht – das Naturdenkmal in Dornbirn – nicht fehlen. Viele schöne Erinnerungen von Familienwanderungen habe ich an diesen Ort. Deshalb war es umso schöner, dass ich den Weg endlich mit meinen Kindern gehen durfte und diese fantastische Schlucht zusammen mit ihnen erleben durfte. 

Inhalt

Die Rappenlochschlucht

Die Rappenloch- und die Alplochschlucht zählen mit ihren 500 m Länge zu den größten Schluchten Mitteleuropas. Die Wanderroute führt auf abenteuerlichen Stegen vorbei an außergewöhnlichen Felsformationen und immer der Dornbirner Ache entlang. Faltungen und Versteinerungen erinnern an frühere Zeiten und zeigen die Gewalt der Gebirgsbildung in den österreichischen Alpen.

Ausgangspunkt Gütle

Ausgangspunkt für eine Wanderung in die Rappenlochschlucht ist das Gütle, ein Ortsteil in der Stadt Dornbirn, der ebenfalls bekannt für das Rolls-Royce Museum und das Krippenmuseum ist. Nach einem kurzen 10 minütigen Spaziergang vom Parkplatz besteigt man die Rappenlochschlucht. Der Einstieg ist gut beschildert. Am Rande der Schlucht geht es auf kleinen Wegen, Stegen und Brücken und 187 Stufen in die Höhe und endet in einem spektakulären Steig, der an der Felswand angebracht wurde. Immer wieder hat man spektakuläre Ausblicke in die Schlucht. Gerade im Herbst sind die Farben wunderschön und das Wasser schimmert türkis. Bei schlechtem Wetter verwandeln sich die zahlreichen Wasserfälle in tosende Spektakel und es tropft überall von den Wänden.

Wanderroute Rappenlochschlucht - Alplochschlucht

Unter der Rappenlochbrücke würde die Wanderung nahtlos in die Alplochschlucht führen. Leider war die komplette Wanderung durch die Rappenlochschlucht und die dazugehörige Alplochschlucht bei unserem Besuch nicht möglich. Man konnte lediglich über eine Umgehung weiter wandern. Nach einem großen Felssturz war der direkte Weg leider gesperrt. Hier wird eine neue Brücke ins Bergdorf Ebnit gebaut und der Bau wird voraussichtlich erst im Frühling/Sommer 2023 vollständig beendet werden. Der weitere Wanderweg führte auf die Bergstraße, die zum Staufensee und dann weiter zum Alploch geht. Hier fand jedoch gerade Werktags ein reger Verkehr statt u.a. mit großen Baufahrzeugen, d.h. wir wollten nicht unbedingt weiterlaufen. Mit kleinen Kindern ist so ein Weg dann doch eher stressig als spassig. Inzwischen scheint es wieder möglich zu sein, weiterzuwandern und somit einen Blick auf den Bau der Rappenlochbrücke zu werfen.

Staufensee

Wenn man sich für die weitere Wanderung Richtung Alplochschlucht entscheidet, geht es erst an den Staufesee. Der Stausee liegt zwischen der Rappenlochschlucht und dem Alploch. Der Wanderweg führt hier leider an der Straße entlang, die im Moment durch die Bauarbeiten natürlich sehr befahren ist. Sie ist zudem sehr klein und eng und an manchen Stellen muss man wirklich gut aufpassen, dass man nicht von einem Auto angefahren wird. Von idyllisch ist man hier leider im Moment sehr weit entfernt.

Am südlichen Ende befindet sich das Wasserkraftwerk Ebensand. Hier gibt es eine kleine Jausenstation. Von hier aus führt der Wanderweg weiter ins Alploch. 

Alplochschlucht

Die Alplochschlucht oder kurz Alploch ist eine enge, wildromantische Klamm, die vom fließenden Wasser der Ache über die Jahre in den Kalkstein gefräst wurde. Hier geht es auf engen Holzstegen und Holzwegen an der Schluchtwand entlang. Manche Durchgänge sind sehr eng und tief, was das ganze noch spektakulärer wirken lässt.

Infos zur Wanderung

• Ausgangspunkt: Parkplatz Gütle

• Dauer: ca. 1,5 Stunde durch die Rappenlochschlucht. Wenn du weiter an den Staufensee wandern möchtest und dann in die Alplochschlucht sind es als Familie mit Kindern ca. 2,5 Stunden.

• Für eine Tageswanderung kannst du beide Schluchten mit einer Wanderung auf den Hausberg Karren verbinden. Von hier oben ( 976 m ) hast du bei guter Sicht eine außergewöhnliche Aussicht auf die Stadt Dornbirn, das Rheintal, den Bodensee und die Schweizer Berge.

• Ich persönlich finde die Wanderung bei Regenwetter am schönsten. Alles wirkt nochmals spektakulärer und es ist ein Riesenspaß für die ganze Familie, wenn das Wasser überall tropft, vom Felsen läuft und man die Wasserfälle unter einem tosen hört und sieht.

• Die Wanderwege sind frei zugänglich. Es gibt keinen Eintritt und keine Öffnungszeiten