• Naturkinder | 5 Gründe warum Natur den Kindern guttut

    Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind sehr wichtig für die Entwicklung. Gerade dieser frühe und persönliche Kontakt zur Natur stellt wichtige Weichen für das Leben eines Kindes.

    In diesen frühen Jahren können Eltern das Wohlbefinden der Kinder ein Leben lang positiv beeinflussen, indem sie viel Zeit draußen verbringen. Kinder brauchen das Spiel in der Natur, um zu sich selbst zu finden und sich zu entwickeln. Kinder sind von Natur aus neugierig und entdeckungsfreudig. In ihrer kindlichen Fantasie ist alles möglich. Die Natur bietet dafür die ideale Bühne. Im Freien können Kinder ihrer Neugierde freien Lauf lassen, sich bewegen, die Umgebung erforschen, und ihre Fantasie ausleben. Sie können Risiken eingehen, hinterfragen, experimentieren, entdecken, singen, tanzen und sich Dinge vorstellen. Allerdings wird immer weniger Zeit für die Natur und somit auch für die Entwicklung von Kindern in der Natur genutzt. Dabei ist es gerade für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern überaus wichtig, Zeit in der Natur zu verbringen.Sie müssen erforschen, Risiken eingehen, hinterfragen, experimentieren, entdecken, singen, tanzen und sich Dinge vorstellen können. All dies ist in der Natur reichlich möglich.

    "Encourage your child to have muddy, grassy or sandy feet by the end of each day, that’s the childhood they deserve.” ~Penny Whitehouse

    5 Gründe für mehr Draußenzeit als Familie

    #01 Selbstvertrauen aufbauen

    In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen und die Natur zu erkunden. Denn nur so können sie ihr Selbstvertrauen stärken und lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. In der Natur gibt es keine Grenzen und Kinder können sich voll und ganz austoben. Sie können schwimmen, klettern, springen – alles ist möglich! Und dabei lernen sie auch noch etwas über die Umwelt und die Tiere.

    Draußen spielen hilft Kindern ganz selbstverständlich Selbstvertrauen aufzubauen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es große oder kleine Risiken sind, die sie eingehen. Wenn Kinder auf einen Baum klettern, essbare Beeren identifizieren können oder ein Zelt selbst aufbauen, wächst der Glaube an ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten und genau diese Fähigkeit wird ihnen ein Leben lang nützen.

    #02 Unabhängigkeit lernen

    Ständig sind Kinder umgeben von Erwachsenen, sei es in der Familie, im Freundeskreis oder in der Schule. Viele Erfahrungen machen sie aber alleine – und das ist auch gut so! Denn nur so können sie lernen, eigenständig zu sein und ihren Weg zu finden.

    In der Natur haben Kinder die Möglichkeit, ganz auf sich gestellt zu sein und ihre Grenzen auszutesten. Hier können sie spielerisch erfahren, was es heißt, eigenständig zu entscheiden und die Folgen ihrer Handlungen zu tragen. Gleichzeitig lernen sie aber auch, mit Enttäuschung und Misserfolg umzugehen.Wenn dein Kind lernt alleine oder mit Freunden die Natur zu erkunden, lernt es Unabhängigkeit. Kinder haben oft sehr wenig Einfluss darauf, was in ihrem Leben passiert. Wenn sie jedoch in der Natur spielen, dürfen sie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Es sind gerade die kleinen Momente und Entscheidungen wie der Bau eines Hauses mit Ästen, die die Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit des Kindes fördern und die Entscheidungsfähigkeit verbessert. 

    #03 In Bewegung bleiben

    Kinder verbringen viel zu viel Zeit im Haus, vor dem Fernseher oder vor anderen elektronischen Geräten. Gerade bei schlechtem Wetter ist es zudem nicht immer einfach Kinder zum Draußen spielen zu bewegen. Jedoch können Kinder nur im Freien „frei spielen“.

    Die Natur ist ein wundervolles Spielfeld für Kinder. Draußen gibt es immer etwas Neues zu entdecken und die Möglichkeiten sind grenzenlos – ganz anders als in der Stadt oder vor dem Fernseher. Nur draußen haben sie die Freiheit und den Raum um zu rennen, zu springen, sich zu drehen, zu krabbeln, zu klettern, Muskeln aufzubauen und ihr Gleichgewicht zu perfektionieren. Draußen an der frischen Luft bekommen Kinder mehr Tageslicht und Bewegung, was gut für die Augen und den Körper ist. Da sich die Fettleibigkeitsrate bei Kindern in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert hat, ist es gerade deshalb wichtig Kinder früh an ein aktives Leben in der Natur zu gewöhnen.

    #04 Fantasie ausleben

    Kinder haben eine unglaubliche Fantasie und können stundenlang damit beschäftigt sein, in der Natur herumzutollen. Dabei ist es egal, ob sie einen Wald, eine Wiese oder nur ein paar Bäume zur Verfügung haben. Sobald sie draußen sind, lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf und erfinden die tollsten Spiele.

    Es entstehen Räuberhöhlen im nächsten Gebüsch, es werden Schätze gesammelt und Bäume bezwungen. Studien zeigen, dass Kinder die auf Bildschirme starren lediglich zwei Sinne verwenden, was die Wahrnehmungsfähigkeit natürlich ernsthaft beeinträchtigen kann. Wenn Kinder Bäume oder Gras berühren, Pflanzen und Blumen riechen, die Wolken beobachten oder den Regen und Schnee auf den Lippen schmecken, werden alle ihre Sinne angeregt. 

    #05 Soziale Kompetenzen

    In unserer schnelllebigen Zeit, in der alles immer mehr und schneller geht, wird es für Kinder immer schwieriger soziale Kompetenzen zu erlernen. Dennoch ist es wichtig, dass Kinder lernen mit anderen Kindern umzugehen und Konflikte zu lösen. Ein großer Teil der sozialen Kompetenz wird bereits in den ersten Lebensjahren erlernt. In dieser Zeit lernen die Kinder die Regeln des Zusammenlebens und können so ihr Umfeld besser verstehen.
    Doch auch später noch ist es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben soziale Kompetenz zu entwickeln und zu vertiefen. Dies kann beispielsweise in der Natur geschehen.

    In der freien Natur gibt es keine vorgegebenen Regeln und Grenzen, sodass die Kinder ihre eigenen Grenzen ausloten können. Sie müssen lernen auf andere Rücksicht zu nehmen und deren Bedürfnisse zu akzeptieren. Gleichzeitig haben sie in der Natur die Möglichkeit sich frei zu entfalten und ihre Ideen umzusetzen.Kinder, die im Freien spielen haben bessere Freundschaften und eine besser psychosoziale Gesundheit. Wenn Kinder draußen spielen, Spiele erfinden oder mit Geschwistern und Gleichaltrigen zusammenarbeiten um Festungen aus Ästen zu bauen oder Käfer und Schmetterlinge zu fangen, lernen sie außerdem zusammenzuarbeiten, Kompromisse einzugehen und Lösungen für Probleme zu finden.

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     von Richard Irvine

    In diesem Buch geht es darum die Natur mit Kindern aktiv zu erleben und das am besten direkt vor der Haustür. Hier findest du Anleitung zum Schnitzen, Basten, Kochen, Spielen, oder anderen Outdoor-Ideen für die ganze Familie.

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  • Die Magie des Morgens | Wer früh aufsteht hat mehr vom Leben

    Wenn der Wecker morgens um 05:00 Uhr klingelt ist das für viele eine Horrorvorstellung. Und auch ich hätte mir nie vorstellen können, dass das Spaß macht. Inzwischen ist es für mich das Größte und ich genieße jede Sekunde dieser Magie am Morgen.

    Als ich kurz nach unserer Auswanderung nach Schweden eigentlich mehr aus der Situation heraus damit angefangen habe täglich um 5.00 Uhr aufzustehen, hat sich mein ganzes Leben zum Positiven verändert. In Schweden wird es im Frühling und im Sommer sehr früh morgens hell. Ab 04:00 Uhr ist es hier im Mai und Juni taghell und es ist einfach sehr schwer lange zu schlafen. Ich war also öfters morgens um 04:00 Uhr wach und habe festgestellt wie ausgeglichen ich durch den Tag komme und wie diese Me-Time mir morgens gut tut. Ich habe mich trotz dieser 2 Stunden weniger Schlaf Energiegeladener gefühlt und hatte endlich wieder das Gefühl, dass ich etwas geschafft bekommen habe. Ich fühlte mich ausgeglichen und in mir ruhend glücklich und dieses Gefühl tat einfach sehr gut. Ziemlich schnell hat sich daraus ein Rhythmus ergeben und der körperliche Biorhythmus hat sich ganz leicht und automatisch an dieses frühe aufstehen gewöhnt. Inzwischen werde ich schon vor dem Wecker wach und das zur richtigen Uhrzeit. Was mich jedes Mal auf’s neue fasziniert.  

    Ich weiß genau warum ich morgens aufstehe und habe ein Ziel und eine Vision vor Augen. Das motiviert mich und macht das frühe aufstehen so einfach. Ich genieße diese Zeit so sehr weil ich weiß, dass es meine Zeit ist.

    Früh aufstehen: So klappt's.

    Ein leises “geweckt-werden” um die anderen Familienmitglieder nicht zu stören, war für mich zu Beginn die größte Challenge beim Früh aufstehen. Ein herkömmlicher Wecker fällt schon mal flach, da er einfach zu laut ist. Ich habe es eine Zeit lang mit einem Handyalarm versucht aber auch das fand ich erstens Mal sehr unbequem und immer noch zu laut für die Kinderohren die ja alles hören und meistens sofort aufrecht im Bett sitzen, wenn sich im Haus etwas tut. Inzwischen nütze ich eine Smartwatch die leichte Vibrationen zur Weckzeit auslöst und das funktioniert sehr gut. 

    "Good or bad day. It's your morning decision."

    4 Gründe für ein frühes Aufstehen

    #01 Die morgendliche Stille

    Gerade die Mamas unter euch kennen es nur zu gut. Die Tage sind straff geplant und es gibt keine 5 Minuten am Tag die eine Mama für sich selbst nützen kann. Erst Abends kommt die Zeit dafür, wenn die Kinder schlafen und die To-Do’s soweit erledigt sind, doch dann ist man meistens einfach zu erledigt auch nur noch einen klaren Gedanken zu fassen. Seit ich früh aufstehe, genieße ich diese Stille so sehr, dass ich es kaum in Worte fassen kann wieviel Freude das bereitet. Sehr oft sitze ich einfach nur da, schaue aus dem Fenster und genieße die Stille eines schlafenden Hauses. Endlich Zeit einen klaren Gedanken zu fassen. Endlich Zeit für mich und sich mit meinen Träumen und Plänen im Leben zu befassen. 

    #02 Die Kreativität fließt

    Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass die Stille die mich Morgens umgibt sich auch in meiner Kreativität zeigt. Die Magie eines Morgens ermöglicht ein Schaffen, dass ohne Zwang und ohne Ablenkung entsteht. Und alleine die kleine Veränderung, morgens früh aufzustehen, bringt dich auf ganz neue Ideen und lenkt dich in neue Bahnen. Es entwickelt sich ein richtiger Work-Flow, da du morgens einfach nicht jede Minute unterbrochen wirst und du dich konzentrierst voll und ganz deiner Arbeit widmen kannst.

    #03 Ein Morgenritual nur für mich

    Nicht um sonst heißt es, dass der Morgen über den Tag entscheidet und so wie wir in den Tag starten, wird der Tag auch werden.Um dir das Aufstehen zu Beginn zu erleichtern, braucht das Gehirn irgendeine Art von Belohnung. Da ich den Morgen speziell für mich und meine Gedanken verwende, hat sich diese Belohnung im Gehirn auch sehr schnell eingestellt und das frühe aufstehen war nie ein Problem. 

    Ich gestalte meinen Morgen je nach Stimmung und somit kann er sehr stark variieren. Es kann sein, dass du mich morgens um 05:00 zwischen Bärlauch und Wildblumen findest, da ich zu dieser Zeit sehr gerne draußen unterwegs bin. Zusätzlich nütze ich die Zeit um produktiv und ungestört zu arbeiten. Was sich auch zu einem Morgenritual entwickelt hat, ist die Arbeit an mir und meiner Persönlichkeit. Ich liebe es morgens Podcasts zu hören oder Bücher zu lesen um mich selbst besser kennenzulernen.

    Das einzigartige und schöne an einem Morgenritual zu so früher Stunde ist, dass es wirklich nur um dich geht. Du bist der Hauptdarsteller dieser Zeit. Es geht morgens nur um deine Bedürfnisse und um deine Wünsche im Leben.

    #04 Das Gestalten meiner Zeit

    Die frühen Morgenstunden gehören ganz mir und ich kann sie nach Lust und Laune selbst gestalten. Jeder der Kinder hat weiß wie rar diese Momente sind. Gerade deswegen ist mir diese morgendliche Zeit umso wichtiger. Wie ich diese Zeit gestalte hängt immer etwas von der Lust ab und wie und wonach ich mich gerade fühle. Jedoch gibt es ein paar Standards in meinen Morgenritualen die ich nicht missen möchte und ohne die ich nicht in den Tag starte.

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     von Lina Jachmann

    Die Art und Weise wie wir in unseren Tag starten, entscheidet maßgeblich darüber wie der restliche Tag verläuft. Mit Hilfe von Morgenritualen lässt sich der Tag bewußt lenken.

     von Robin Sharma

    Ein Klassiker für alle Frühaufsteher, die sich bewußt Zeit für ihre persönliche Weiterentwicklung nehmen möchten.

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  • Bücherliebe | Reisehacks für Klimabewusste

    Reisen und Klimawandel stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis zueinander. Die Tourismusbranche ist einer der wichtigsten Verursacher von CO2-Emissionen. Wenn man weiter verreist, findet die Anreise meistens mit dem Auto oder Flugzeug statt. Gerade diese Transportmittel tragen jedoch mit einem nicht unerheblichen Maße zum Treibhauseffekt bei. Zusätzlich werden auch in Hotels mehr Ressourcen pro Kopf verbraucht als daheim.

    Schöne Landschaften und das Klima sind wichtige Ressourcen im Tourismus. Bereits heute sind die Auswirkungen des Klimawandels jedoch überall auf der Welt spürbar.

    Ist es deshalb überhaupt noch vertretbar in Zeiten von Klimawandel zu reisen oder wird einem die Freude an der langersehnten Urlaubsreise durch ein schlechtes Umweltgewissen bereits im Vorfeld verdorben ? 

    Klein, kompakt und nachhaltig

    Franziska Consolati gibt in ihrem Buch “Reisehacks für Klimabewusste” Tipps wie du auch heute noch nachhaltig und naturverbunden reisen kannst. Und das ganz ohne schlechtem Gewissen. “Reisehacks für Klimabewusste” der im conbook-Verlag erschienen ist, liefert den perfekten Urlaubsleitfaden im handlichen Format wie du dich individuell auf deine nächste Reise vorbereitest. Neben Multiple Choice Tests, Bucket Listen und Infografiken unterstützt dich der informative Ratgeber von der Entscheidung über die Abreise und das Ankommen bis hin zum Entdecken und Kennenlernen. 

    Über die Autorin

    Franziska Consolati ist Autorin und Abenteurerin. Wenn sie nicht gerade mit Beduinen durch die Sahara zieht oder durch die Mongolei wandert, lebt sie mit ihrem Mann Felix im schönen Rosenheim und in Südschweden. Ihr könnt den Abenteuern von Franziska auf Instagram folgen, wo sie immer wieder tolle Einblicke in ihr abenteuerliches Leben gibt.

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     von Franziska Consolati

    Der perfekte Leitfaden im Pocket-Format für klimabewusste Reisende und alle die umweltverbunden unterwegs sein möchten.

    Werbung ➝ Affiliate Link. Das Buch wurde mir vom Verlag für eine Rezension zur Verfügung gestellt.

  • Achtsam durch den Frühling | 7 naturnahe und naturverbundene Ideen

    Wenn nach einem kalten, nicht enden wollenden Winter die Tage wieder merklich länger werden, die ersten Pflanzen sprießen, die Vögel um die Wette zwitschern und die Kraniche und Gänse aus dem Süden ihren Weg wieder in den Norden finden, dann ist es endlich wieder soweit. Der Frühling ist da ! Dieses Gefühl der ersten richtigen Frühlingstage ist einfach in jedem Jahr auf’s neue unbeschreiblich und Leben pur. Gerade hier im Norden ist die Sehnsucht nach Wärme und Helligkeit groß. Deshalb wird der Frühling in Schweden mit jeder Faser deines Körpers wahrgenommen und am liebsten jede Sekunde für spätere Momente konserviert. Damit auch du den Frühling intensiv und mit allen Sinnen erleben kannst, findest du hier 5 Ideen wie du achtsam den Frühling erlebst.

    7 Ideen für mehr Achtsamkeit im Frühling

    #01 Vogelgezwitscher

    Hier in Schweden haben wir das Privileg mitten in der Natur zu leben – umgeben von wilden Wäldern, Wiesen und Seen. Jedes Jahr im Frühling herrschen hier regelrechte Vogelgezwitscher Konzerte. Ich nehme mir gerne Zeit um richtig zuzuhören. Gerade morgens zu früher Stunde oder kurz vor dem Sonnenuntergang geben sie hier nochmals alles und  das Gezwitscher ist zum Teil Ohrenbetäubend. Im Frühling kehren auch die Zugvögel wie Wildgänse und Kraniche aus dem Süden wieder Richtung Norden zurück. Ich liebe das laute Trompeten der Kraniche und das lustig klingende Geschnatter von Wildgänsen, dass mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Finde auch du einen Platz in der Natur und hör einmal richtig zu.

    #02 Tief durchatmen

    Morgens und Abends ist der Duft der Natur am intensivsten. Stell dich rein in das grüne Glück, schließe die Augen und atme einfach mal bewußt ein und aus. Unweigerlich ziehen sich deine Mundwickel nach oben und es breitet sich dieses zufriedene Glücksgefühl in dir aus. Gerade während oder nach einem Regenguß ist ein Spaziergang in der Natur eine außergewöhnliche Sinneserfahrung. Alles ist frisch und die Pflanzen und Bäume riechen noch sehr viel intensiver.

    #03 Sonne tanken wörtlich nehmen

    Nicht umsonst ist der typische Schwede bereits bei 10 Grad mit Shorts unterwegs und bei den ersten Sonnenstrahlen hauptsächlich draußen zu finden. Es wird fleißig Sonne für den nächsten Winter getankt, der ja bekanntermaßen in ein paar Monaten schon wieder eintrifft. Mach es genauso. Setz dich in die Sonne. Schließe die Auge, genieße die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut und freue dich einfach an dem Moment.

    #04 Marmeladenglasmomente schaffen

    Macht es wie die Maus Frederick in dem gleichnamigen Kinderbuch Frederick von Leo Lionni ➝ und sammle Sonnenstrahlen, Farben und Wörter ein für die kalten und grauen Wintertage. Meine Kinder lieben Frühlingssafari – die Jagd nach schönen Blumen, Schnecken, Insekten oder sonstigen Schätzen, die es unterwegs zu entdecken gibt. Nehmt euch vor einmal in der Woche etwas mit euren Kindern zu unternehmen, dass ihr noch nie unternommen habt. Entdeckt neue Orte in der Natur oder macht ein gemeinsames Picknick auf einer Wildblumenwiese.

    #05 Immer der Nase nach

    Frühling ist die Zeit von wildem Bärlauch und anderen Wildkräutern die nur darauf warten entdeckt zu werden.  Auch wenn Bärlauch bei den Kindern nicht wirklich gut ankommt, lieben sie ihn zu pflücken. Der Geruch von wildem Bärlauch betört die Sinne und lässt einen für einen Moment alles um einen herum vergessen. 

    #06 Der Stille lauschen

    Jeder mit Kinder weiß, dass es gar nicht so einfach ist, einfach mal die Stille zu genießen. Wir haben uns deshalb ein kleines Spiel überlegt. Wir versuchen für einige Minuten die Augen zu schliessen und in die Stille zu hören. Nach dieser Zeit darf jeder sagen, was er in der Zeit der Stille wahrgenommen hat. Oftmals ist man überrascht was man wahrnimmt wenn man einfach mal richtig zuhört. Für uns ist es eine gute Übung auch einfach mal in der Situation innezuhalten und der Stille zu lauschen.

    #07 Sehen

    Wer ist nicht mit dem Kinderspiel ” Ich sehe was, was du nicht siehst und die Farbe die ist … ” aufgewachsen !? Es ist ein hervorragendes Spiel um die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Natur zu lenken und die Beobachtungsgabe zu fördern. Wir spielen es gerne wenn wir in der Natur unterwegs sind oder auch einfach mal nur wenn wir im Garten sitzen.

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     von Ruth Allen

    Ein Self-Care-Guide mit Tipps und Tricks für mehr Gelassenheit und Achtsamkeit im Alltag durch die Natur als Kraftort.

     von Stefano Luca Tosoni

    Tipps und Achtsamkeitsübungen wie du deine angeborene Verbundenheit zur Natur wieder neu entdecken kannst.

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  • Schwedens Jedermannsrecht | Rechte und Pflichten

    Das Jedermannsrecht oder Allemansrätt’ wie es auf schwedisch so schön heißt, ermöglicht es allen – egal ob Einheimische oder Touristen – sich in der Natur aufzuhalten und die Schönheit des Landes zu genießen.

    Natürlich sind an dieses Recht auch gewisse Pflichten und Gebote gebunden, die man unbedingt einhalten sollte.

    Natur für Jedermann

    Die Natur bedeutet den Schweden sehr viel. Die Natur in Schweden ist unglaublich schön und einzigartig und der Schwede verbringt gerne sehr viel Zeit im Freien um diese Schönheit zu genießen.

    Das Jedermannsrecht ist ein Gewohnheitsrecht und tief in der schwedischen Seele verwurzelt. Es lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen, der Begriff des ‘Allemansrätt’ ist jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden und wurde auch erst 1994 ins schwedische Grundgesetz aufgenommen.

    Rechte und Pflichten

    Das Jedermannsrecht räumt allen Schweden aber auch ausländischen Besuchern die Freiheit ein, sich in der Natur frei zu bewegen und fast jede Art von Freizeitbeschäftigung im Freien auszuüben – vom wandern, schwimmen, reiten bis hin zur Nahrungssuche im Wald. Eine der wichtigsten Pichten ist, dass man mit seiner Anwesenheit in der Natur nichts stört oder zerstört und das man seinen Abfall auch wieder mit nimmt.

     

    Ein Überblick des Wichtigsten

    WildCamping

    Camping im Freien bzw. Wildcampen in einem Zelt ist in der schwedischen Wildnis dank dem Jedermannsrecht erlaubt aber auch an gewisse Regeln gebunden.

    Wild campen ist erlaubt aber nur wenn du den Grundbesitzer nicht störst und nichts zerstörst und es nicht ausdrücklich verboten ist. Übernachten in Nationalparks oder Naturschutzgebieten ist meistens nicht erlaubt und wird mit einem Hinweisschild ausgeschildert. Jedoch gibt es Ausnahmen. Hier solltest du dich einfach vorab informieren.

    Zu beachten ist, dass das Wildcampen bzw. das Jedermannsrecht für ein motorisiertes Fahrzeug nicht gilt – Wildcamping mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil ist nicht erlaubt. Du findest jedoch ausgewiesene Parkplätze an denen du für 24 Stunden stehen darfst und natürlich ein großes Angebot an Campingplätzen. Zudem ist das freie stehen am Straßenrand erlaubt, wenn dadurch niemand gestört oder behindert wird.

    Wilde Nahrungssuche

    Ein weitere Vorzug des schwedischen Jedermannsrechts ist das Sammeln von wilden, essbaren Pflanzen im Wald. Ob Pilze, Beeren, Nüsse – für den eigenen Bedarf ist es erlaubt. Jedoch darfst du keine Pflanzen ausgraben.

    Wichtig ist natürlich zu wissen, was du in der Natur essen kannst. Zum Thema ‘Essbare Wildpflanzen’ findest du eine große Auswahl an Lektüre.

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    Feuer machen

    Ein Lagerfeuer in der wilden Natur ist natürlich etwas ganz besonderes. Jedoch ist es auch hier sehr wichtig, dass du dich vorab informierst. 

    Gerade im Sommer ist es oft sehr trocken und heiß und meistens besteht ein absolutes Feuerverbot. Informiere dich also vorab über ein etwaiges Brandrisiko und ein mögliches Feuerverbot. Ein Feuerverbot heißt, dass du KEIN Feuer anzünden darfst. Informationen über ein regionales Feuerverbot findest du auf der Webseite des schwedischen Meteorologischen Instituts, mit der App ‘Brandrisk Ute’ oder in jeder Gemeinde.

    Wenn Feuer machen möglich ist, musst du hinterher sicherstellen, dass es auch wieder gelöscht ist. Oft findest du gerade an Badeseen fertige Feuerstellen und Grillpätze, die manchmal sogar mit fertigem Feuerholz und Säge ausgestattet sind. Die App ‘Naturkartan’ ist ein unerlässlicher Begleiter in der Natur und infomiert wo du genau solche Feuerstellen in der Natur findest.

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  • Påsk | So feiert man Ostern in Schweden

    Wenn die Tage wieder merklich länger werden, der Schnee allmählich schmilzt und sich die ersten Pflanzenknospen zeigen, ist auch das Osterfest in Schweden nicht mehr weit. Mit der Ankunft des Frühlings wird in Schweden Påsk gefeiert und das unterscheidet sich dann doch etwas vom deutschen und österreichischen Osterfest.

    Neben der christlichen Bedeutung hat das Osterfest in Schweden auch eine heidnische. An Ostern fliegen nicht nur die Osterhexen, auch bunte Federn und Pappeier spielen eine große Rolle und natürlich sehr viel Familienzeit. 

    Geschichte des schwedischen Osterfests

    Seit 1844 wird Ostern in Schweden nach dem gregorianischen Kalender gefeiert. Bis in die 70er Jahre war es ein rein religiöser Feiertag. Heute ist Påsk eine Kombination aus christlichen, folkloristischen und altnordischen Bräuchen, die am Gründonnerstag Skärtorsdag beginnen und bis zum Ostermontag Annandag Påsk andauern.

    Påskris und bunte Federn

    Zum traditionellen schwedischen Osterfest gehört natürlich auch die passende Dekoration. Es werden so wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz üblich natürlich auch gekochte Eier gefärbt und bemalt. Viel wichtiger sind jedoch die roten, gelben und blauen Federn, die an keinem Osterstrauch – üblicherweise Birkenzweige – fehlen dürfen. Früher wurden hierfür Hühnerfedern verwendet. Heute findet man die Federn in jedem Laden zum Kauf.

    Von Osterhexen, Lösgodis und Eiern aus Pappe

    Am Gründonnerstag verkleiden sich die Kinder mit alten Schürzen und Kopftüchern als niedliche Osterhexen die man Påskkärring nennt. Sie werden mit roten Wangen, roten Lippen und Sommersprossen geschminkt und ziehen dann – wie zu Halloween – von Tür zu Tür und betteln um Süßigkeiten und verteilen Ostergrüße. Die Legende besagt, dass die Hexen an diesem Tag auf ihren Besen nach Blåkulla – dem schwedischen Blocksberg – fliegen um dort mit dem Teufel Hexensabbat zu feiern und die Osterfeiertage zu verbringen.

    Die Schweden lieben Süßigkeiten, besonders an Ostern. In jedem Supermarkt findest du normalerweise eine eigene Abteilung mit offenen, losen Süßigkeiten Lösgodis wie Schokotaler, Lakritz- und Fruchtgummis, und Toffeebonbons die man sich selbst in eine Papiertüte schaufeln kann. Zu Ostern findest du überall große bemalte Eier aus Pappe Påskägg die mit diesen Lösgodis selbst befüllt werden. Zusätzlich kann man kleine Geschenke in die Eier stecken und dann verschenken. Die Eier werden wie auch in Deutschland und Österreich von den Eltern versteckt und von den Kindern gesucht. Den Schoko-Osterhasen suchte man bis vor einigen Jahren vergeblich in Schweden.

    Am Karsamstag werden vorallem in Südschweden traditionelle Osterfeuer Påskbrasor entzündet um die fliegenden Osterhexen und bösen Geister zu vertreiben.

    Auf dem Tisch

    Anders als in Deutschland, findet das große Osteressen am Ostersamstag Påskafton statt und die Gerichte sind von Region zu Region unterschiedlich. Es ist jedoch traditionell üblich ein reichlich gefülltes Osterbuffet mit vielen verschiedenen Gerichten zu servieren. Sehr weit verbreitet ist ein an Ostern angepasstes traditionelles schwedisches Buffet, das sogenannte Smörgåsbord*. Hier findest du schwedische Spezialitäten wie eingelegten Hering Sill, Lachs, Köttbullar, Würstchen, Knäckebrot und schwedischen Käse wie den Västerbottenkäse. Zum Trinken gibt es reichlich Schnaps in kleinen Gläsern. Jeder Schluck wird typisch schwedisch mit einem Trinklied begleitet. Ein weiteres Getränk, dass bei keinem Osteressen fehlen darf ist der Påskmust. Der Ostermost ist ein Limonadengetränk aus Hopfen und Malz und ähnelt dem deutschen Malzbier. Übrigens, das selbe Getränk wird auch an Weihnachten serviert, nur heißt es dann Julmust.

    Schwedisches Osterfest für Zuhause

    Möchtest auch du ein traditionelles schwedisches Osterfest feiern ? Das ist ganz einfach. Anbei findest du alles was für das schwedische Påsk benötigt wird.

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  • Kanelbullar | Schwedische Zimtschnecken

    Das wohl bekannteste und beliebteste Soulfood aus Schweden ist die Zimtschnecke oder wie sie in Schweden so schön heißt Kanelbulle. Kanelbullar oder auch Kanelknuter sind in Schweden so heißt geliebt, dass du sie in jeder Bäckerei und jedem Café findest. Sie sind süß, machen sofort gücklich und sind ein fester Bestandteil der fika – der schwedischen Kaffeepause.

    Geschichte der Zimtschnecke

    Die Geschichte der Zimtschnecke ist relativ unerforscht. Man weiß jedoch, dass die Zimtschnecke 1920 in Schweden entstanden ist. Sie wurde aber erst in der Nachkriegszeit populär, da davor die Zutaten wie Mehl, Butter, Zimt und Zucker einfach zu teuer waren. Die Schweden lieben ihre Zimtschnecke so sehr, dass 1999 aufgrund von Marketingzwecken ein Tag der Zimtschnecke eingeführt wurde und noch heute gefeiert wird. Jeden 04. Oktober findet nun der Kanelbullens dag statt und an diesem einen Tag werden in Schweden um die 7 Mio. Zimtschnecken verkauft und verspeist. Die Zimtschnecke ist das ultimative Symbol für die schwedische Hausmannskost und für viele – mich eingeschlossen – bedeutet eine frischgebackene Zimtschnecke das wohl leckerste Aroma der Welt.

    Es gibt unzählige Rezepte für diese Leckerei – ob in Form von Schnecken oder als Knoten. Die wichtigste Zutat in einer schwedischen Zimtschnecke ist etwas Kardamom im Teig und in der Füllung und gibt der Zimtschnecke den typisch schwedischen Geschmack.

    Hier mein Rezept für schwedische Zimtschnecken aus Hefeteig und mit Zimt-Kardamon-Füllung:

    Rezept Schwedische Zimtschnecken

    Zutaten für ca. 8 Stück

    Für den Hefeteig:

    500 g Mehl

    300 ml Milch

    60 g Butter

    50 g Zucker

    1 TL Vanillezucker 1 TL

    Kardamom

    1 Prise Salz Hefe

    Für die Zimt-Kardamom-Füllung:

    100 g Butter

    70 g Zucker

    2-3 TL Zimt

    1 TL Kardamom

    Außerdem:

    1 verquirltes Ei

    etwas Hagelzucker

    Zubereitung:

    1. Zunächst den Hefeteig zubereiten. Hierfür wird die Milch in einem kleinen Topf zusammen mit der Butter und dem Zucker erhitzt. Sie darf jedoch nicht heiß sein, nur handwarm.

    2. Die Hefe in die Milch-Butter-Mischung einrieseln lassen. Ich verwende immer Trockenhefe, da ich diese einfach immer im Haus habe und somit jederzeit Zimtschnecken backen kann. Die Mischung nun einige Minuten gehen lassen.

    3. Mehl, Salz, Kardmom* und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben.

    4. Die Hefe-Milch-Mischung nun mit in die Rührschüssel geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig sollte sich gut vom Schüsselrand lösen und nicht mehr klebrig sein. Gegebenenfalls musst du noch etwas Mehl ( wenn er zu klebrig ist ) oder etwas Milch ( wenn der Teig zu fest ist ) dazugeben.

    5. Nun den Hefeteig zu einer Kugel formen und in eine Schüssel geben. Er wird mit einem Küchenhandtuch abgedeckt und an einen warmen, zugfreien Ort gestellt. Der Teig sollte für ca. 1 Stunde gehen und das Volumen in dieser Zeit verdoppeln. Ich bereite den Hefeteig meistens am Vorabend vor, lasse ihn dann über Nacht gehen und morgens backe ich frische Zimtschnecken.

    6. Den Hefeteig nach der Gehzeit aus der Schüssel nehmen und auf eine bemehlte Oberfläche zur weiteren Verarbeitung.

    7. Die Zutaten für die Zimt-Kardamom-Füllung werden miteinander vermengt, sodaß eine streichfähige Masse entsteht.

    8. Den Teig auf die Größe eines Rechteckes ausrollen und mit der Füllung bestreichen.

    9. Der Teig wird nun wie ein Brief in Dritteln zusammengefaltet und übereinandergeklappt. Erst ein Drittel hochklappen und dann das zweite Drittel darüberfalten.

    10. Mithilfe eines Messers nun 8 Teile mit je ca. 2 cm Breite Teigstreifen schneiden. Je einen Streifen nehmen und verzwirbeln bzw. zu Knoten formen.

    11. Die Schnecken werden mit etwas Abstand auf dem Backblech verteilt, mit dem Ei bestrichen und dem Hagelzucker bestreut.

    12. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

    13. Die Zimtschnecken kommen nur für ca. 15 – 20 Minuten in den Backofen.

    Die schwedischen Zimtschnecken oder Zimtknoten schmecken frisch und noch etwas warm natürlich am Besten ! Ich bereite den Teig meistens am Vorabend vor und backe die Zimtschnecken morgens frisch zum Frühstück.

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  • Schwedenweh | 5 Tipps um die Sehnsucht zu stillen

    Schwedenurlaub in Zeiten von Corona

    Da ein Urlaub in Schweden in Zeiten einer Pandemie ja leider nicht so uneingeschränkt möglich ist und sich vieles relativ kurzfristig wieder ändern kann, ist die Sehnsucht nach Schweden für viele natürlich sehr groß. Lies weiter und ich verrate dir 5 Tipps wie du in deinen eigenen vier Wänden deine Sehnsucht nach Schweden und deine Vorfreude auf ein Wiedersehen stillen kannst.

    #1 Schweden für Filmfans

    Seit 2003 verzaubert Inga Lindström mit ihren Liebesgeschichten und den traumhaften Landschaften der schwedischen Ostseeküste die Zuschauer. Die Filme wurden hauptsächlich in der Region Sörmland, in und um Stockholm und auf der Ostseeinsel Öland gedreht. Viele Seen, historische Schlösser und Herrenhöfe, idyllische Küstenstädte und die Schären – die Kulisse ist wirklich traumhaft und lädt zum Träumen ein.

    Astrid Lindgen mit ihren Geschichten aus Bullerbü ist nicht nur für kleine Kinder ein Echter-Schweden Klassiker. Michel aus Lönneberga. Pippi Langstrumpf und Die Kinder aus Bullerbü. Wer kennt und liebt sie nicht. Man verspürt unweigerlich den Drang nach Småland zu reisen. Småland wie es idyllischer nicht sein könnte – mit seinen tiefen Wäldern, klaren Seen und traumhaften faluntroten Holzhäuschen und pittoresken Höfen.

    Wer eher auf etwas actionreichere Kost steht, sollte sich unbedingt die schwedischen Krimiserien vornehmen. Hier gibt es inzwischen eine große Auswahl an Schwedenkrimis die vor wunderschöner Kulisse spielen. Die Brücke – Transit in den Tod in welcher ein dänisch- schwedisches Ermittlerpaar rund um die Öresundbrücke – die Brücke die Dänemark und Schweden verbindet – ermitteln, GSI – Spezialeinheit Göteborg, welches wie der Name schon sagt in der westschwedischen Stadt Göteborg spielt, Maria Wern, Kripo Gotland, die für Recht und Ordnung auf der Ostseeinsel Gotland sorgt oder Kommissar Wallander über einen eigenbrötlerischen Ermittler, der in die südschwedische Kleinstadt Ystad versetzt wird und dort als Kriminalkommissar arbeitet.

    #2 Schweden für Bücherwürmer

    Was wäre Schweden ohne Astrid Lindgren und ihre Geschichten. Die wohl bekannteste Hauptgur und eines ihrer ersten Bücher war Pippi Langstrumpf➝ – ein 9- jähriges freches und sehr selbstbewusstes Mädchen mit Sommersprossen und roten Haaren die mit vollem Namen Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimsrochter Langstrumpf genannt wird und zusammen mit ihrem Pferd Kleiner Onkel und dem kleinen Affen Herr Nielsson in der Villa Kunterbunt lebt. Sie besitzt übermenschliche Kräfte und erlebt mit ihren Freunden Tommy und Annika die wunderbarsten Abenteuer. Die vielen Geschichten rund um das lustige Mädchen wurde in mehr als 77 Sprachen übersetzt und gehört heute meistens als Standardlektüre in jedes Kinderzimmer.

    Wir lieben die Geschichten rund um den sympathischen 5-jährigen kleinen Frechdachs Michel aus Lönneberga➝ der zusammen mit seiner Schwester Ida, seinen Eltern und vielen Tieren auf dem Katthult Hof im Dorf Lönneberga lebt. Trotz engelsgleichem Aussehen ist Michel in ganz Småland bekannt dafür Unfug zu treiben und nur Blödsinn im Kopf zu haben. Immer wenn er etwas anstellt, wird er von seinem Vater in den Tischlerschuppen gesperrt, wo er dann aus Langweile kleine Holzmännchen schnitzt. Da dies sehr oft der Fall ist, hat Michel inzwischen eine beachtliche Zahl an Holzmännchen.

    Pettersson und Findus➝ ist eine Kinderbuchreihe von Sven Nordqvist und handelt von einem alten, schrulligen Mann namens Pettersson der zusammen mit dem sprechenden Kater Findus, ein paar dummen Hühnern und kleinen Wesen namens Mucklas auf einem kleinen, idyllischen småländischen Hof lebt

    Von 2017 bis 2019 wanderte Kronprinzessin Victoria von Schweden durch alle heimischen Provinzen um die Bedeutung von Bewegung an der frischen Luft hervorzuheben und zu zeigen welchen einzigartigen Schatz die schwedische Natur bietet. Daraus entstanden der einzigartige Bildband Schweden entdecken mit Kronprinzessin Victoria➝ der mit atemberaubenden Fotos und interessanten Reportagen über die Regionen gefüllt ist.

    Schweden fürs Handgepäck➝ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, Essays und Kurzberichten von verschiedenen Autoren. Schön ist, dass man sich einfach eine Geschichte aussuchen kann und durch das Lesen für ein paar Seiten lang nach Schweden reist.

    Das Schweden Buch➝ ist ein umfassender Bildband mit hochwertigen und grossformatigen Fotos der von Südschweden über alle wichtigen Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes bis hin zum Polarkreis führt.

    #3 Schweden in der Küche

    Wer an die schwedische Küche denkt, denkt wahrscheinlich zu allererst an die kleinen schwedischen Hackbällchen Köttbullar vom beliebtesten schwedischen Möbelhaus und die leckeren Zimtschnecken Kanelbullar die bei keiner traditionellen Fika fehlen dürfen. Die schwedische Küche bietet jedoch soviel mehr. Das Essen in Schweden ist simple und unkompliziert und ist von dem rauen Klima des Landes und der Bedeutung von Landwirtschaft und Fischfang geprägt. Die intensiven, hellen Sommer und die langen, kalten Winter haben ihre eigene und reiche kulinarische Kultur hervorgebracht. Kurz gesagt, Schweden schmeckt nach Wald und Meer. Auch zum Thema Schwedische Küche➝ findest du inzwischen eine Vielzahl an Büchern, die die nordische Sehnsucht direkt am Esstisch stillt.

    #4 Schweden virtuell bereisen

    Das wunderbare an den heutigen Zeit ist, dass man für eine Reise in ein anderes Land sein Zuhause überhaupt nicht mehr verlassen muss. Das Internet macht es möglich !

    Mit google Arts & Culture kannst du direkt am Computer virtuell nach Schweden reisen. Hier findest du spektakuläre 360 Grad Bilder von google Streetview und Geschichten über Schweden. Auf google Maps lässt sich das sogar mit einer genauen Adresse spezifizieren. Du kannst den Straßen folgen und dich genau umschauen. So macht die virtuelle Schwedenreise so richtig Spaß. Auch auf google Earth findest du Informationen und Bilder zu beliebten Städten in Schweden. Hier kannst du auch deine zukünftige Reise nach Schweden planen und Reiserouten erstellen und diese mit Familienmitgliedern oder Freunden teilen.

    #5 Schwedisch lernen

    Warum die freie verfügbare Zeit aufgrund von Corona nicht mit was Nützlichem verbinden und für den nächsten Urlaub in Schweden die Sprachkenntnisse auffrischen !? Die meisten Schweden sprechen zwar ausgezeichnetes Englisch, da sie es früh in der Schule lernen und viele Filme nicht synchronisiert werden und deshalb in englischer Sprache sind. Aber gerade dann wenn man ein tiefes Interesse für ein Land und seine Kultur entwickelt, sollte man ein paar Brocken schwedisch sprechen.
    Inzwischen findest du eine beachtliche Zahl an Sprachapps und einige davon sind sogar kostenlos. So kannst du direkt vom Handy oder Tablet schwedisch lernen und die Zeit, die du gerade nicht in Schweden verbringen kannst sinnvoll nützen. Die Sprachlernapp Duolingo wirbt damit, dass gerade mal 15 Minuten Training pro Tag ausreichen um die Sprache zu lernen. Die Rosetta Stone App hilft dir auf intuitive Art schwedisch zu lernen. Mit Hilfe der TruAccent Spracherkennungssoftware kannst du auch an deiner Aussprache arbeiten und dein schwedisch bekommt somit den letzten Schliff. Mit Babbel➝ lernst du von Anfang an echte Dialoge und gebräuchliche Sätze. Mit Babbel Live hast du nun auch virtuell die Möglichkeit dich in kleinen Lerngruppen auszutauschen.

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  • Sportlov | Das schwedische Winterhighlight

    Für die meisten Schweden gibt es ein wichtiges Highlight im Winter, das sogenannte ‘Sportlov’. Das sind eine Woche Sportferien, die in Schweden traditionell zwischen Weihnachten und Ostern stattfinden. Also genau zwischen dem dunklen Monat Februar und dem schon etwas hellerem Monat März. Eigentlich an sich ja nichts besonders. Schliesslich haben auch in Deutschland oder Österreich die Winterferien einen festen Bestandteil, wenn auch nicht in jedem Bundesland gleich. Das interessante an ‘Sportlov’ ist jedoch die Geschichte dahinter, da die Sportferien auch aus einem bestimmten Grund entstanden sind.

    Geschichte über Sportlov

    Wie der Name Sportlov eigentlich schon verrät, sollen die Sportferien den Kindern die Möglichkeit geben sich aktiv und sportlich zu betätigen und der allgemeinen Volksgesundheit dienen. Februar ist in Schweden bekanntlich der Monat mit den meisten Grippeerkrankungen und wird auch gerne als ‚vabruari‘ bezeichnet. Das Wort ‚vabruari‘ ist eine Kombination aus dem Wort ‚vab‘, welches verwendet wird, wenn ein arbeitendes Elternteil daheim bleiben muss um sich um sein krankes Kind zu kümmern und dem Monat ‚Februari‘ Februar.

    Die Tradition der Winterferien begann 1940 während des Zweiten Weltkriegs als Sparmaßnahme. Aufgrund des Krieges kam es zu vielen Rationierungen in Schweden. Unter anderem wollte man die Nutzung von Kohle ‚Koks“, die zum Heizen verwendet wurde, einsparen. So sollten auch die Heizkosten in den Schulen während der kalten Winter reduziert werden. Deshalb nannte man die Ferien in dieser Zeit auch ‘Kokslov’. Doch sowohl der Name als auch die Bedeutung der Sportferien haben sich im Laufe der Zeit stark verändert.

    Nach dem Krieg entschied man sich dafür die Winterferien zu behalten, aber den Fokus auf die Gesundheit des Volkes zu verlagern. Seit 1960 gibt es nun den Begriff Sportlov‘

    Sportferien heute

    Die meisten Familien verbringen die Sportferien traditionell immer noch im eigenen Land und fahren Richtung Norden in die großen Skigebiete wie Åre, Idre Fjäll und Vemdalen. Einige verbinden die Ferien auch mit Städtetrips und fahren in die größeren Städte wie Stockholm und Göteborg, da viele Museen in dieser Zeit kostenlosen Eintritt anbieten. Aber auch Eislaufen und Schlitten fahren steht bei den Familien hoch im Kurs und wird in dieser Woche gerne und viel gemacht.

    In den letzten Jahr gibt es auch einen Trend zum Urlaub im Ausland. Immer mehr Familien entscheiden sich dafür die Sportferien an der Sonne und in der Wärme zu verbringen. Die Sehnsucht nach Sonne und Strand ist nach einem kalten und langen Winter in Schweden groß. Deshalb stehen nun auch Thailand und die kanarischen Inseln sehr hoch im Kurs.